BME/IHK-Region Pfalz/Rhein-Neckar


18.09.2019

Smarte Maschinen: Spannender und gut besuchter Vortrag in Ludwigshafen

Künstliche Intelligenz, smarte Welt - ein aktuelles Thema, das der Zukunftsforscher Dr. Ulrich Eberl bei seinem Vortrag „Smart Machines – Wie künstliche Intelligenz unser Leben verändert wird“ am 17. September 2019 in Ludwigshafen präsentierte.

Roboter Nao ist alles andere als furchteinflößend oder smart. Seine Bewegung sind gemächlich – beim Aufstehen, Setzen, Tanzen und Fußballspielen. Was er kann, musste Dr. Ulrich Eberl ihm beibringen – im Betrieb lernt er aufgrund seiner geringen Rechenleistung nichts dazu. Das unterscheidet ihn von leistungsfähigen Robotern, die es heute bereits gibt. Sie können bereits Gäste bedienen, Autos lenken oder in der Katastrophenhilfe unterstützen. Und: Roboter sind nur ein kleiner Teil der smarten Maschinen, die uns in Zukunft begleiten werden.


Was smarte Maschinen ausmacht, definiert Dr. Ulrich Eberl, Zukunftsforscher und Buchautor, wie folgt: „Smarte Maschinen können zum Beispiel laufen, greifen, sprechen, sehen, zuhören, lesen, schreiben, Daten analysieren und lernen." Und smart wird mit Hilfe intelligenter Computer in Zukunft vieles sein: Wichtige Zukunftsfelder sind Produktionsstätten, Transport und Mobilität, Energienetze, Gebäude, Städte, Gesundheit und vieles in unserem Alltagsleben. Diese Entwicklung wird vorangetrieben vom ungebrochenen Wachstum der Rechenleistung und Speicherfähigkeit von Chips sowie durch immer leistungsfähigere Software-Produkte, die lernfähig sind.

Smarte Maschinen - besser als der Mensch?

Als Wissensspeicher, in der Strategie und für klar definierte Aufgaben sind, so Eberl, smarte Maschinen den Menschen überlegen. So gibt es in China bereits Roboter, die in der medizinischen Diagnostik eingesetzt werden können. Auf ihren Speichermedien ist umfangreiches medizinisches Wissen gespeichert, das Fachbücher sowie zahllose Fallgeschichten, Fachartikel und diagnostische Bilder umfasst. Strategisches Können haben smarte Maschinen in komplexen spielerischen Szenarien wie Go und Poker unter Beweis gestellt. Ebenfalls hilfreich sind smarte Maschinen, die auf Basis von Sensordaten möglichen Verschleiß oder Reparaturbedarf komplexer Maschinen erkennen und proaktiv gegensteuern können.


Künstliche Intelligenz - mehr Chancen

Schöne neue Welt also? Eberl betont in seinem Vortrag eher die Chancen, die im Einsatz smarter Maschinen liegen. Die globale demografische Entwicklung und damit verbunden Urbanisierung, Migration, Klimawandel und Digitalisierung stellen uns vor komplexe Herausforderungen. Diese können wir perspektivisch mithilfe intelligenter Maschinen besser lösen, da mit ihrer Hilfe die Produktivitätspotenziale steigen. Als Konkurrenten für den Menschen sieht Eberl die smarten Maschinen hingegen nicht: zum einen, weil es ihnen für viele Berufe an Kreativität und Empathie fehlt, zum anderen, weil neue Tätigkeitsfelder entstehen werden: Zwei Drittel der heutigen Kinder, so seine Prognose, werden in Zukunft in Berufen arbeiten, die es heute noch gar nicht gibt. Und die Rolle Deutschlands und Europas könnte sein, künstliche Intelligenz sicher, ethisch vertretbar und menschzentriert einzusetzen.

Die Vortragsfolien von Dr. Ulrich Eberl finden Sie als BME-Mitglied im Download-Angebot in der Seitenspalte dieser Meldung.

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Hans-Helmut Heilig Vorstandsmitglied